So bauen Sie eine Gartenmauer mit Hohlsteinen (Anleitung)
©
Sie befinden sich hier: Start » 

So bauen Sie eine Gartenmauer mit Hohlsteinen (Anleitung)

So bauen Sie eine Gartenmauer mit Hohlsteinen (Anleitung)Eine Gartenmauer sorgt für ein besonderes Flair im Garten. Sie unterteilt den Raum und schafft einzigartige Gestaltungsmöglichkeiten. Zugleich macht eine selbst errichtete Mauer stolz und zeigt dekoratives Design gepaart mit handwerklichem Geschick.

Eine Mauer bietet Schutz! Sie kann eine Abtrennung zu einer gemütlichen Ecke sein, wo Stühle und ein Gartentisch steht, oder sie umrandet umliegende Pflanze und Beete. Auch als Trennung von einem Grundstück zum Anderen ist sie perfekt geeignet.

Wie auch Sie eine Gartenmauer in wenigen Schritten bauen können, zeigen wir Ihnen in dieser kleinen Anleitung. Hierfür verwenden wir Hohlsteine, da diese sehr flexible sind.

Schritt 1 - die Hilfsmittel

Bevor es mit dem Bau losgeht, brauchen Sie die richtigen Hilfsmittel. Diese sind:

- Schaufel
- Spaten
- Mörtelkübel
- Rührquirl
- Stampfer
- Gummihammer
- Handschuhe
- Schnur
- Beton (für das Fundament)
- Mörtel
- Stahlmatten
- Hohlsteine (oder andere Mauersteine)
- Schalbrett


Schritt 2 - die Fläche

Der Platz für die Mauer steht längst fest. Damit diese beim eifrigen Buddeln auch wirklich dahin kommt, wo Sie es wollen, sollte die Fläche mit einer Richtschnur ausgelegt werden. Die Schnur kann zusätzlich durch Stäbe fixiert werden, sodass ein verrutschen unmöglich wird.

Schritt 3 - die Kanten und das Ausheben

Nach dem Abstecken kann es direkt los gehen. Mit dem Spaten werden die Kanten abgestochen. Das Erdreich muss dabei mindestens 80 cm tief abgetragen werden. Mit Spaten oder einer Schaufel klappt dies i. d. R. super. Bei lehmigen Boden hilft ein Minibagger, den schweren Boden zu entfernen. Ansonsten ist Manpower gefragt.

Schritt 4 - die Vorarbeiten vor der Betonierung

Damit das Fundament gut steht und die Mauerhaft sich nicht versetzen kann, kommen nun die Stahlmatten zum Einsatz. Diese werden in dien Graben gelegt und entsprechend ausgerichtet.

Schritt 5 - Das Fundament

Anschließend wird der Beton für das Fundament angerührt. Dieser wird in den Graben gefüllt. Zur lagenweisen Verdichtung kann ein Handstampfer verwendet werden. Ggf. muss die Masse jedoch mit der Schaufel ausgeglichen und begradigt werden. Bereits kleinere Unebenheiten können die spätere Mauerarbeit erschweren. Deshalb sollte dieser Schritt sehr gründlich durchgeführt werden. Wichtig: der Beton muss bündig mit dem Erdreich abschließen.

Je nachdem welchen Beton Sie verwenden, dauert es nun einige Zeit, bis das Fundament ausgetrocknet ist.

Schritt 6 - die Mauer wird gebaut

Damit auch die Gartenmauer schön gerade wird, kommt die Schnur zum zweiten Mal zum Einsatz. Mit ihr wird die korrekte Flucht der Mauer gespannt. Danach kann der Mörtel angerührt werden. Mithilfe der Schaufel wird dieser auf dem Fundament verteilt und anschließend mit einer Mauerkelle flach angedrückt.

Jetzt kann der erste Hohlstein in fluchtrechter Lage auf das Fundament gesetzt werden. Der erste Stein ist besonders wichtig, weil sich nach ihm alle anderen ausrichten.

Ein Schalbrett, welches von hinten an die Mauer angebraucht wird, sorgt für ein sauberes und ordentliches hochmauern. Jede weitere Lage wird zunächst mit Mörtel bestrichen, bevor der nächste Stein drauf kommt. Mit einem Gummihammer können sie die Steine ins Mörtelbett vorsichtig einarbeiten.

Schritt 7 - verfugen

Steht die Mauer erstmal muss sie nur noch verfugt werden. Auch hier kommt wieder der Mörtel zum Einsatz. Unschöne Reste vom Mörtel, die an den Steinen hängen geblieben sind, können mit einem feuchten Lappen entfernt werden. Nun muss das Meisterwerk nur noch trocknen.

Wer Hohlsteine nicht schön findet, kann diese auch mit Sandsteinen verkleiden oder farbig verputzen.

Ein paar Hintergrundinfos zu Hohlsteinen

Hohlsteine - auch Schalungssteine genannt - eignen sich sehr gut zur schnellen Errichtung von Mauern. Sei es für Gartenmauern, als Lärmschutz- oder Sichtschutzwand.

Wie der Name schon sagt, sind sie von innen hohl. Im Gegensatz zu anderen Steinen können sie deshalb mit einem praktischen Nut- und Federsystem trocken versetzt werden. Mörtel ist hierbei nicht zwingend erforderlich. Die Stabilität erhalten die Steine durch befüllen des Innenlebens mit erdfeuchtem Beton.

Etwa alle 5 Reihen werden mit Beton gefüllt. Dieser sollte möglichst erdfreucht sein, damit er bis nach unten durchsickert und so die nötige Stabilität gewährleistet wird.

Das obere Ende der Hohlsteinmauer kann im letzten Schritt mit Abdeckplatten versiegelt werden. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen, sodass man sie ideal ihrem bestehenden Garten anpassen kann.




Die beliebtesten Produkte zum Thema "gartenmauer"