Moos auf der Terrasse erfolgreich entfernen
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Moos auf der Terrasse erfolgreich entfernen

Moos auf der Terrasse erfolgreich entfernenMoos ist ein echtes Ärgernis. Nicht nur, dass es sich in unserem Rasen ausbreitet, es findet sich fast überall wieder, so leider auch auf unseren Terrassen. Zunächst bleibt es unbemerkt, doch irgendwann kann man die fießen grünen Stellen nicht mehr übersehen.

Bevor wir uns der Frage widmen, wie man das Moos entfernt, wollen wir kurz erklären, wie das Moos überhaupt an solchen Stellen entsteht.

Woher stammt das Moos?

Moos gehört für viele von uns zum Unkraut. Es ist lästig und nervig, weil es sich in windeseile verbreitet. Dabei bildet sich das Moos (im Fachjargon Moose genannt) fast ausschließlich an Stellen, die feucht sind. Eine hohe Feuchtigkeit, z. B. durch Staunässe und geringe Sonneneinstrahlung begünstigen das Mooswachstum.

Moos hat noch eine weitere Eigenschaft, es braucht nicht viele Nährstoffe zum Wachsen. Deshalb kann es auch auf Stein entstehen.

Wie entfernt man Moos auf der Terrasse?

Wer langfristig ruhe vor Moos haben will, der sollte für die Terrasse einen sonnigen Ort auswählen. Allein dies verringert die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Unkraut dort bildet, enorm. Leider hat nicht jeder die Möglichkeit seine Terrasse nach der Sonne auszurichten. Zum Glück gibt es aber ein paar Tipps, wie man Moos trotz allem den Gar ausmachen kann.

Schritt 1: Moos grob entfernen

Ist das Moos bereits auf der Terrasse vorhanden, so muss es natürlich entfernt werden. Je nachdem was für einen Untergrund man hat, gibt es hierfür verschiedene Mittel.

Wer einen unempfindlichen Boden hat, kann das Moos mit einer Drahtbürste entfernen. Aber wirklich nur dann, wenn man damit den Untergrund nicht zerstört. Sonst würde man beim Moosbeseitigen kleine Rillen in den Untergrund machen, die ein erneutes Wachstum begünstigen.

Wurde die Terrasse mit empfindlichen Steinplatten ausgelegt, so kann man mit einer groben Bürste (keine Drahtbürste) über den Stein gehen und kräftig Schrubben.

Den groben Schmutz sollte man bereits mit klarem Wasser und etwas Handarbeit zu Leibe rücken.

Schritt 2: Reiniger

Viele setzen zur Moosbeseitigung Reiniger ein. Doch auch hier muss man vorsichtig sein. Viele Steinarten, wie z. B. Granitplatten vertragen nicht jeden Reiniger und zeigen dies dadurch, dass sie an Glanz verlieren. Die Steine mit denen man Terrassen auslegt sind von einer speziellen Schutzschicht umzogen. Aggressive Reinigungsmittel können diese zerstören. Zwar hat man dann erstmal Ruhe vor dem Moos, doch es wachst ohne diese Schutzschicht auf dem Stein viel schneller nach.

Essigreiniger sind zwar ein natürliches Mittel, dennoch sind sie für viele Steinplatten zu aggresiv. Deshalb sollte man auch mit ihnen sehr vorsichtig sein. Um zu testen, ob der Stein das Essig verträgt, kann man eine kleine Stelle in der letzten Ecke nehmen und es dort testen.

Der Einsatz des Hochdruckreinigers

Viele Gartenfreunde nutzen ihren Hochdruckreiniger, um das lästige Moose zu entfernen. Dies ist zwar sehr wirkungsvoll und geht meist recht zügig, dennoch sollte man den Einsatz eher vermeiden.

Zum einen weil hierbei sehr viel Wasser benötigt wird und zum anderen weil der hohe Druck kleine Risse in den Steinplatten verursacht. Diese sind meist mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen, doch in diesen "Haarrissen" kann sich neues Unkraut bilden. Dann würde das ganze Spiel wieder von vorne losgehen.

Schritt 3: langfristig vorbeugen

Moos ist hart im nehmen, deshalb ist es umso schwerer es auch wirklich langfristig zu entfernen.

Einen kleiner Streifen Kupferblech oder ein Kuperrohr wird an an die höchste Stelle der Terrasse (Hinweis: i. d. R. sollte jede Terrasse ein Gefälle haben, damit das Wasser ablaufen kann) gelegt. Wenn es regnet oxidiert das Kupfer und dessen Abfallprodukte werden  mit dem Wasser über die Terrasse gespült. Dieses Gemisch soll das erneute Nachwachsen von Moos und Flechten verhindern.

Wer kein Kupfer hat, der kann auch in die Küche gehen und Speisesalz holen. Dies wird aber nicht wie bei Schnee auf die Steine gegeben. Gemeinsam mit Wasser wird ein Salzwasser-Gemisch erstellt, welches man auf die Terrasse sprüht. Genauso wie beim Essig muss man hier vorsichtig sein, dass man seine Steine nicht kaputt macht. Wer empfindliche Steine hat, der sollte von dieser Methode besser Abstand nehmen.

Spezialreiniger aus dem Baumarkt können auch für empfindliche Terrassenplatten genommen werden. Vorausgesetzt sie sind dafür geeignet. Ist man sich nicht ganz sicher, so kann man im Baumarkt nachfragen um auch definitiv das richtige zu kaufen.

Schritt 4: Versiegeln

Damit das Moos auch wirklich nicht wieder bekommt, sollte man seine Steinplatten nach der Reinigung wieder versiegeln. Hierfür gibt es je nach Steinart (Granit, Mamor, etc.) spezielle Mittel. Die kann man entweder im Baumarkt holen oder im Internet kaufen.

Durch das Versiegeln entsteht (wieder) eine Schutzschicht, die einen erneuten Befall schwer macht. Erst wenn diese Schutzschicht angegriffen ist oder nicht mehr vorhanden, kann sich neues Moos bilden. Achten Sie dabei auch auf die Zwischenräume und Fugen. Die werden oft vernachlässigt und sind deshalb meist Moosherd Nr. 1.

Wer also beim Versiegeln sorgfältig arbeitet, spart sich in Zukunft eine Menge Zeit.

Weitere Tipps, wie man Moos entfernt, z. B. im Rasen gibt es auch in unserem Artikel "Moos entfernen". Neben den Klassikern wie Vertikutieren gibt es hier auch Extra-Tipps, wie dem Cola-Tipp.