So pflegen Sie Ihr Schleierkraut richtig
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So pflegen Sie Ihr Schleierkraut richtig

So pflegen Sie Ihr Schleierkraut richtigDas Schleierkraut ist nicht nur eine der meistbenutzten Schnittblumenarten, es macht sich auch prima im Garten. Gemeinsam mit anderen Blumen werden ganz neue Eindrücke und Farbgebungen im Garten möglich. Vor allem in Kombination mit Rosen oder Gerbera sieht das Kraut einfach toll aus.

In den Geschäften findet man meist zwei Arten, das Hohe Schleierkraut und das Teppich-Schleierkraut. Ursprünglich stammt es aus Süd- und Mitteleuropa. Neben Schleierkraut ist es auch unter dem Namen Rispen-Gipskraut bekannt und gehört zur Familie der Nelkengewächse.

Der richtige Standort

Das Schleierkraut kann wie andere ausdauernde Stauden im Garten kultiviert werden. Es benötigt vor allem eine trockenen Standort  mit viel Sonne. Bis es richtig angewachsen ist, muss regelmäßig gegossen werden. Damit Sie wirklich lange Freude am Kraut haben, sollte das verwendete Substrat kalkhaltig und unbedingt durchlässig sein. Um ein Umknicken der langstieligen Arten zu vermeiden, sollten diese zudem windgeschützt platziert werden.

Wurde alles richtig gemacht, blüht Ihr Garten von Mai bis Ende August auf.

Schleierkraut richtig pflanzen

Nach dem Kauf der Pflanze sollte sie zunächst gut gewässert werden. Mindestens eine Stunde lang, sollten Wurzeln und Erde im Wasser stehen. Anschließend können sie aus dem Blumentopf geholt werden. Dafür wird der Topf einfach umgedreht und der Wurzelhals mit der flachen Hand gestützt. Falls Sie sehen, dass der Wurzelballen verfilzt ist, können Sie diesen vorsichtig mit einem Holzstab aufrauen.

Die Wurzeln dürfen leicht zurückgeschnitten werden. Aber Achtung, dabei sollten keine festen oder fleischigen Wurzelteile verletzt werden. Hier ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt. Ist dieser Schritt getan, kann das Kraut in den Garten eingesetzt werden. Hierfür werden im Beet ausreichend große Pflanzlöcher gegraben. Diese sind so tief, dass sich die Wurzeln beim Reinsetzen nicht umbiegen. Im Idealfall kommt zwischen dem Wurzelballen und der Beeterde noch etwas Pflanzenerde. Diese besitzt für das Anwurzeln die nötigen Nährstoffe, sodass dieser Prozess besser von statten geht.

Achten Sie beim Einsetzen darauf, dass die Pflanze so tief ins Beet kommt, wie die Pflanze oberhalb der Wurzeln hoch ist. Falls noch kein Blattwuchs vorhanden ist, anhand dessen die Tiefe ermittelt werden kann, sollte der Ballen mit max. drei Zentimeter Erde bedeckt werden.

Anschließend wird das Ganze noch einmal gründlich gegossen. Dabei ist es nicht schlimm, wenn die Bodenoberfläche später beim Abtrocknen verkrustet. Lockern Sie diese einfach etwas auf und wässern erneut.

Der Schnitt und die Pflege im Winter

Nach der Hauptblüte kann das Kraut vorsichtig zurückgeschnitten werden. In der Regel folgt dadurch eine zweite Blüte. Im Herbst erfolgt ein zweiter Schnitt. Hierbei wird eine Hand über dem Boden alles abgeschnitten. Mehr brauch gar nicht gemacht werden. Im kommenden Frühjahr sprießt die Pflanze wieder von ganz alleine und verzaubert uns mit ihren tollen Blüten. Verwelkte Rispen können zwischendurch knapp über dem Laub abgeschnitten werden.

Da die meisten Sorten winterhart sind, kann die Pflanze ruhig im Garten bleiben und ist im Folgejahr trotzdem wieder zahlreich vorhanden. Ob auch Ihr Kraut wirklich winterhart ist, können Sie beim Fachhändler, wie zum Beispiel bei www.nr-01.de erfahren. Nichtsdestotrotz kann ein kleiner Schutz im Winter nicht schaden. Hierfür wird das Beet mit Zweigen von Nadelbäumen oder einer dicken Mulchschicht bedeckt.

Die richtige Pflege

Bei der Pflege ist eigentlich nicht viel zu beachten. Das Schleierkraut gibt sich mit einfachen Verhältnissen zufrieden. Ist das Kraut erst einmal gut im Beet eingewachsen, so braucht es eine trockene Umgebung. Dies ist bestimmt das schwierigste. Gießen muss man es nur bei langanhaltender Trockenheit.

Düngen muss man nicht, da in den meisten Fällen Dünger eher schadet. Die Pflanze ist eine trockene nährstoffarme Gegend gewöhnt und kommt deshalb sehr gut, mit wenig aus.

Ein paar interessante Fakten zum Kraut

Der Wuchs des Teppich-Schleierkrauts liegt bei einer Höhe von gerade einmal 25 cm. Im Vergleich, das Hohe Schleierkraut wächst bis zu 100 cm hoch. Bei beiden Arten ist das Blatt von graugrüner bis blaugrüner Färbung. Blüten sind bei dieser Pflanze reichlich vorhanden. Meist in Rosa oder Weiß.

Die Vermehrung der Pflanze ist ganz einfach. Falls die Pflanze noch nicht vorhanden ist, kann man im Frühjahr mit der Aussaat beginnen. Natürlich können Sie sie auch im Handel kaufen, zum Beispiel hier. Oder falls, das sich Kraut schon im Garten befindet, kann man es im Frühjahr auch einfach teilen. Das Teilen wird folgendermaßen durchgeführt. Es werden nur Wurzelabrisse und nicht die dicke lange Knolle geteilt. Es gibt Sorten, wie die Gypsophila paniculata, bei der dieser Vorgang nicht ganz so gut funktioniert. Vor allem flache Sorten lassen sich so schnell und einfach vermehren.

Weitere Tipps und Tricks, wie man Schleierkraut richtig pflegt gibts auf gartendialog.de.

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